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		<title>2013 &#8211; Hohe Attraktivität durch feste Sammlungen und Wechselausstellungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Museum-Sinzig-Login]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Nov 2013 19:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Museum 2013]]></category>
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					<description><![CDATA[Sinzig. 60 Jahre bewegter Geschichte eines Heimatmuseums in gut einer Stunde kurzweilig darzubieten ist keine einfache Aufgabe. Agnes Menacher, Leiterin des HeimatMuseum Schloss Sinzig, schaffte es mit Bravour. Das „Turmgespräch im Schloss“ des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege]]></description>
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Hohe Attraktivität durch feste<br>Sammlungen und Wechselausstellungen</h1>				</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Agnes Menacher sprach zum 60jährigen<br>Bestehen des HeimatMuseums im Schloss</h2>				</div>
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									<p><strong>Sinzig.</strong> 60 Jahre bewegter Geschichte eines Heimatmuseums in gut einer Stunde kurzweilig darzubieten ist keine einfache Aufgabe. Agnes Menacher, Leiterin des HeimatMuseum Schloss Sinzig, schaffte es mit Bravour. Das „Turmgespräch im Schloss“ des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig war diesmal einem wesentlichen Vereinszweck gewidmet, nämlich dem 60jährigen Bestehen des Museums. Und der Beifall der beeindruckten Zuhörerschaft galt danach nicht nur dem kurzweiligen Vortrag, sondern auch dem erfolgreichen, beharrlichem und unermüdlichem Wirken der Museumsleiterin für eine wichtige Einrichtung der Stadt Sinzig.</p>								</div>
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									<p>Dass das Zusammenwirken mit Stadtverwaltung und Stadtrat nicht immer einfach war, ließ Agnes Menacher quasi zwischen den Zeilen anklingen. Ein Kampf ums Geld und manchmal auch um Kompetenzen hat ihre Arbeit begleitet, seit sie vor 28 Jahren die Leitung übernahm. Und der hervorgehobene Hinweis auf den „kunstverständigen Stadtrat“ von 1968, der einst wichtige Gelder bewilligte, war als Fingerzeig in dieser Richtung zu verstehen…</p>								</div>
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											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">28 Jahre Museum in Sinzig – 28 davon hat Leiterin Agnes Menacher geprägt.</figcaption>
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									<p>Angefangen hat alles ganz klein. Franz Zimmer, Sinziger Bürgermeister in den ersten, sehr schwierigen Nachkriegsjahren arbeitete hartnäckig an der Umsetzung seiner Vision eines Heimatmuseums und eröffnete am 2. Dezember 1953 eine kleine Ausstellung zur „vaterstädtischen Vergangenheit“, so die zeitgenössische Formulierung. Sie hatte Platz gefunden im damaligen Rathaus in der Barbarossastraße, heute Jugendhaus der Offenen Tür. Der Umzug an den heutigen Standort im 1855 erbauten neugotischen Schloss folgte 1956. Der Bestand wurde wesentlich angereichert durch die gestiftete Kunstsammlung von Philipp Niederée aus Linz – bis heute ein Kernstück des Museums. „Historie an Ort und Stelle“ nannte Menacher den Umzug im Rückblick, denn das Schloss mit seinen Gemälden und Einrichtungsgegenständen aus dem 19. Jahrhundert ist mehr als nur eine Kulisse für ein Heimatmuseum. Zwischen 1963 und 1985 lösten sich mehrere Museumsleiter – alle arbeiteten und arbeiten ehrenamtlich &#8211; ab. Exponate mit und ohne Heimatbezug standen zur Verfügung, das Bemühen um ein schlüssiges Konzept war schwierig.</p>								</div>
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									<p>Eine wichtige Rolle in der Geschichte des Museums spielte das Sinziger Rhein-Gymnasium. Lehrer wie von 1980 bis 1985 Bernhard Koll wurden Leiter, arbeiteten in der Museums AG der Schule mit Kindern und Jugendlichen und schafften früh die Verknüpfung von Museum und Pädagogik, ein für Agnes Menacher auch heute sehr wichtiges Anliegen. Unter ihrer Leitung bildete sich mehr und mehr das Konzept des heutigen Museums heraus, das Sammlungen zur Stadtgeschichte ebenso anbietet wie die drei großen Schwerpunkte, die Sammlung zum Sinziger Maler Franz Steinborn, die Sammlung Niederée und die Sammlung zum Maler Carl Christian Andreae, dessen Wirken mit dem Schloss eng verbunden ist. Durch umfangreiche Leihgaben, Schenkungen und auch durch Aufkäufe ist der Bestand in den letzten Jahren erheblich gewachsen. Als Ergänzung zu den ständigen Exponaten haben sich Sonderausstellungen längst etabliert. Agnes Menacher begann schon 1987 damit, nicht weniger als 34 sind es bisher geworden. Auf besonders breite Resonanz stieß dabei die Ausstellung „Heiß gebrannt und unverwüstlich – 140 Jahre Fliesen aus Sinzig“ als Ergebnis des langjährigen Wirkens eines Arbeitskreises, der auf diese Weise ein wichtiges Stück Sinziger Industriegeschichte dokumentierte. Auch Unerfreuliches ist rund um das Museum passiert. So gab es 1975 einen Einbruch, das Diebesgut konnte aber bald sichergestellt werden. 1992 führte ein Erdbeben zu erheblichen Schäden, so dass das Museum vier Jahre geschlossen bleiben musste.</p>								</div>
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									<p>Zum Schluss des Vortrags schloss sich der Kreis: Seit 2002 hat sich der Verein zur Förderung der Denkmalpflege als zusätzlichen Vereinszweck die Förderung des Museums auf die Fahnen geschrieben, es hat sich seitdem eine fruchtbare Zusammenarbeit entwickelt, die Menacher als sehr positiv hervorhob. Die nächsten Aufgaben stehen schon an, unter anderem eine Digitalisierung des Bestands. Der erste Vorsitzende Karl-Friedrich Amendt gratulierte seiner Stellvertreterin – Museumsleitung und Vorstandsaufgabe sind gekoppelt &#8211; zum Jubiläum und zum gelungenen Vortrag, unter dankbarem Beifall des Publikums.</p>								</div>
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									<p><a href="https://museum-sinzig.de/wp-content/uploads/2024/09/Flyer_Heimatmuseum.pdf" target="_blank" rel="noopener">Flyer Heimatmuseum ( Download )</a></p>								</div>
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									<p>Text und Foto: Matthias Röcke</p><p>© Heimatmuseum Schloss Sinzig &#8211; 2013</p>								</div>
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		<title>2013 &#8211; Von Vollkommenheit, Zwietracht und Neuanfang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Museum-Sinzig-Login]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Sep 2013 18:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Museum 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Verein 2013]]></category>
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					<description><![CDATA[Sinzig. Zahlen und ihre Symbolik, dieses umfassende Thema hatte sich beim „Turmgespräch im Schloss“ des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig Vorsitzender Karl-Friedrich Amendt vorgenommen – zugespitzt auf die Frage:]]></description>
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Von Vollkommenheit,<br>Zwietracht und Neuanfang</h1>				</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Karl-Friedrich Amendt vom Denkmalverein sprach zu Zahlen und ihrer Symbolik

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									<p><strong>Sinzig</strong>. Zahlen und ihre Symbolik, dieses umfassende Thema hatte sich beim „Turmgespräch im Schloss“ des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig Vorsitzender Karl-Friedrich Amendt vorgenommen – zugespitzt auf die Frage: Warum hat der Sinziger Kirchturm acht Ecken? Das erfuhren die zahlreichen Zuhörer im dicht besetzten Kultursaal des Schlosses zum Ende des Vortrages, als Amendt die symbolische Bedeutung der Zahlen 1 bis 8 erläuterte.</p>								</div>
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									<p>Zahlen und ihre Symbolik spielen eine große Rolle in den Weltreligionen und wirken bis in den heutigen Alltag auf der ganzen Welt. „Gott hat alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet“, heißt es zum Beispiel im Christentum, ähnliche Aussagen kennt der Islam. Zahlen stehen auch in engem Zusammenhang mit optischer Darstellung. Nach dem Gesetz des Pythagoras richten sich im Altertum Knotenreihen, die zur Vermessung an Bauwerken gebraucht wurden, der Goldene Schnitt und der ideale Schnitt teilen in Architektur und Kunst die Flächen nach vorgegebenem Zahlenwerk auf. Zahlen stehen in Bezug zu Buchstaben, was seit jeher zu zahlreich überlieferten Schlussfolgerungen Anlass gibt.</p>								</div>
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											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Karl-Friedrich Amendt, Vorsitzender des Denkmalvereins, beim Vortrag zur Zahlensymbolik.</figcaption>
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									<p>Davon berichtete Amendt einleitend, ohne sich solche Schlussfolgerungen unbedingt zu Eigen zu machen. Sein Vortrag stellte eine Literaturrecherche dar, die einen umfassenden Wissensstand präsentierte, ohne zu einer wissenschaftlichen Aussage zu kommen. Der Kern des Vortrags widmete sich den Zahlen 1 bis 8 und ihrer Symbolik.</p><p>Die 1 steht für das einzig Wahre, Göttliche, das Ungeteilte. Zudem erinnert die arabische 1 an ein Phallussymbol. Ungerade Zahlen gelten als männlich, die geraden als weiblich.</p><p>Die 2, eine Primzahl (nur durch sich selbst und durch 1 teilbar), gilt als der Abfall von der Einheit, zwei Elemente zeugen von Anfang und Ende. Nicht zufällig steckt in den Begriffen Zwietracht, Zwiespalt oder Zweifel die 2.</p>								</div>
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									<p>Die 3 nun wiederum ist dreidimensional, hebt den Gegensatz der 2 auf und ist daher eine vollkommene Zahl. In vielen Bereichen spielt die 3 eine große Rolle, in der Heiligen Dreifaltigkeit der christlichen Kirche, in den drei Ebenen des Menschen Körper, Geist und Seele oder einfach in dem Sprichwort „Aller guten Dinge sind drei“.</p><p>Die weibliche 4 gilt als Zahl der sichtbaren Welt. In vier Tagen wurde nach der Bibel die Erde (noch ohne Leben) erschaffen, die Welt kennt die vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer, das Kreuz weist in vier Himmelsrichtungen.</p><p>Die 5 ist zusammengesetzt aus der 2 und der 3 und verbindet in ihrer Symbolkraft daher Widersprüchliches. Hier dreht sich viel um den Planeten Venus, dessen Umlaufbahn sich in einem (an einer Ecke unvollkommen offenen) Fünfeck abspielt. So steht die Venus gleichermaßen für Schönheit (ideale 3) und für Zwietracht (die 2 ist dabei) und Krieg, ein Symbol des Bösen.</p>								</div>
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									<p>Die 6 (2&#215;3) ist das Produkt der ersten weiblichen mit der ersten männlichen Zahl und erhebt deshalb den Anspruch einer vollkommenen Zahl. Im christlichen und im jüdischen Glauben hat die 6 eine hohe Symbolkraft. In sechs Tagen wurde die Welt erschaffen (am siebenten Tag ruhte Gott), dabei am sechsten Tag Mann und Frau, verbunden mit dem biblischen Auftrag „Wachset und mehret Euch“. Daher rührt auch der Bezug zum heutigen Begriff Sex.</p><p>Die 7 besteht aus der geistigen 3 und der erdenhaften 4. Sieben Planeten kannte die alte Welt, nach ihnen wurde die Woche eingeteilt, die Namen der Wochentage – sie stammen von Göttern zugeordneten Planeten &#8211; sind auch heute noch gültig, wenn auch im deutschen Sprachraum nur zum Teil (Saturn/Samstag). In der Bibel ist die 7 sehr präsent, die Antike kannte sieben Weltwunder, die Römer hatten sieben Grundzahlen.</p>								</div>
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									<p>Und nun die 8, eine Verdoppelung der 4. Zwei Quadrate übereinander gelegt ergeben ein Achteck. In der Antike verstand man es als Verbindung des Kreises (Unendlichkeit des Himmels) und des Quadrats (Begrenzung der Erde) und nutzte schon früh den achteckigen Grundriss beim Bauen. Im Christentum und Judentum ist die 8 die Zahl des Neubeginns, so der Tag nach Vollendung der Schöpfung (achter Tag) und aus der Arche Noah sorgten acht Männer und Frauen für den Fortbestand des Menschen. Und der Sinziger Kirchturm? Als Karl der Große mit seiner Regentschaft als Kaiser aller Christen einen Neuanfang setzen wollte, wählte er für die Pfalzkapelle in Aachen den achteckigen Grundriss – das wirkte sich von dort aus auch auf den Bau der Kirche in Sinzig rund 400 Jahre später aus (um 1225).</p><p>Zügig und kurzweilig trug Amendt den umfangreichen Stoff vor, das Publikum zeigte großes Interesse und starken Beifall. Die stellvertretende Vorsitzende und Museumsleiterin Agnes Menacher dankte dem Referenten für die vielschichtigen Einblicke in Welt der Zahlensymbolik, die man nun viel besser verstehen könne.</p><p>Zu seiner nächsten Veranstaltung lädt der Verein am 8. September ein, zum Tag des Offenen Denkmals am 8. September im Schloss.</p>								</div>
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									<p>von Matthias Röcke</p><p>© Heimatmuseum Schloss Sinzig &#8211; 2013</p>								</div>
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		<title>2013 &#8211; Öffentlicher Bücherschrank in Sinzig: Nimm ein Buch, lies ein Buch, bring ein Buch</title>
		<link>https://museum-sinzig.de/oeffentlicher-buecherschrank-in-sinzig-nimm-ein-buch-lies-ein-buch-bring-ein-buch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Museum-Sinzig-Login]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Sep 2013 18:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Museum 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Verein 2013]]></category>
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					<description><![CDATA[Sinzig. Sinzig hat einen öffentlichen Bücherschrank nun auch in der Innenstadt. Ort ist der stark frequentierte Brunnenplatz am Markt. In einer kleinen Lese-Feierstunde übergaben ihn der Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig, die Beigeordnete der]]></description>
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Öffentlicher Bücherschrank in Sinzig:<br>Nimm ein Buch, lies ein Buch, bring ein Buch</h1>				</div>
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									<p><strong>Sinzig.</strong> Sinzig hat einen öffentlichen Bücherschrank nun auch in der Innenstadt. Ort ist der stark frequentierte Brunnenplatz am Markt. In einer kleinen Lese-Feierstunde übergaben ihn der Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig, die Beigeordnete der Stadt Charlotte Hager und Ortsvorsteherin Silvia Mühl sowie lesebegeisterte Kinder seiner Bestimmung. Die kleine Zeremonie war – trotz starken Regens &#8211; geprägt von der Bedeutung des Buches und des Lesens, von Literatur und ihrer Zugänglichkeit für alle. Ziel des Schranks ist es, ge­brauchte Bücher aus verstaubten Regalen oder dunklen Kellerräumen wieder zum Leben zu erwecken und das Lesen allgemein zu fördern. Jeder darf Bücher einstellen oder entnehmen, kurzum: Nimm ein Buch, lies ein Buch, bring ein Buch. Der Bücherschrank – eine umgebaute Telefonzelle – ist immer zugänglich.</p>								</div>
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									<p>Die Aufstellung geht zurück auf die Initiative des Denkmalvereins. Schatzmeister Gottfried Nonnast hatte die Idee und setzte mit tatkräftiger Unterstützung durch Vorstandsmitglied Frank Krämer nach aufwendigen Vorbereitungen zügig in die Tat um. Die Telefonzelle stammt aus Borken in Westfalen, musste nach Sinzig gebracht und für die neue Nutzung umgestaltet werden. Unter anderem galt es, Regale einzubauen und die Telefonzelle auffällig zu beschriften. Für all das dankte die stellvertretende Vorsitzende Agnes Menacher Nonnast in herzlichen Worten. Dank galt auch der Stadt Sinzig, die das Vorhaben von Anfang an unterstützte und deren Bauhof bei der Aufarbeitung der Telefonzelle half sowie die Bodenplatte am Standort gegossen hat. Der Verein hat das Projekt mit einem Betrag von 600 Euro aus eigenen Mitteln finanziert.</p>								</div>
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									<p>Grußworte mit Bezug zum Buch und zum Lesen sprachen auch Beigeordnete Charlotte Hager und Ortsvorsteherin Silvia Mühl. Die zehnjährigen Marita Mies und Leonie Arenz trugen im Rahmen der von Sebastian Sikken betreuten Kooperation mit dem Haus der Offenen Tür (HOT) Texte vor. Eine größere Leseaktion soll bei besserem Wetter nachgeholt werden, der Sinziger Bücherschrank ist von nun an geöffnet.</p>								</div>
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									<p>Text und Fotos: Matthias Röcke</p><p>© Förderverein &#8211; 2013</p>								</div>
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		<title>2013 &#8211; Ausstellungseröffnung zum Internationalen Museumstag</title>
		<link>https://museum-sinzig.de/ausstellungseroeffnung-zum-internationalen-museumstag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Museum-Sinzig-Login]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Aug 2013 09:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Museum 2013]]></category>
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					<description><![CDATA[Sinzig. Franz Steinborn und seine Zeichnungen – diese unerwartete Kombination hatte viele an Kunst und Historie Interessierte zum Internationalen Museumstag ins Museum Schloss Sinzig gelockt. Dort hatte Leiterin Agnes Menacher 50 Zeichnungen – bis auf drei bislang völlig unbekannt – in einer Sonderausstellung zusammengefasst. Sie stammen]]></description>
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Ausstellungseröffnung<br>zum Internationalen Museumstag</h1>				</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Franz Steinborn als Zeichner<br>– Entdeckungen im Museum Sinzig</h2>				</div>
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									<p><strong>Sinzig</strong>. Franz Steinborn und seine Zeichnungen – diese unerwartete Kombination hatte viele an Kunst und Historie Interessierte zum Internationalen Museumstag ins Museum Schloss Sinzig gelockt. Dort hatte Leiterin Agnes Menacher 50 Zeichnungen – bis auf drei bislang völlig unbekannt – in einer Sonderausstellung zusammengefasst. Sie stammen aus einem Fundus von 1240 Zeichnungen, den die Familie Steinborn im Jahre 2006 dem Museum überlassen hatte. Die hohe Zahl der Arbeiten ist umso erstaunlicher, als dass Franz Steinborn (1900 bis 1963) bislang als Sinziger Maler bekannt war. Aquarelle und Ölbilder von ihm gehören ebenfalls zum Bestand des Museums.</p>								</div>
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									<p>Der aus Neuenahr stammende Steinborn wirkte von 1935 bis zu seinem Tod als Lehrer in Sinzig, zuvor an 12 anderen Schulen in der näheren und weiteren Umgebung. Seinem Talent zum Malen ging er schon früh nach, zunächst mit dem Kopieren anderer Bilder. Steinborn besuchte nie eine Akademie, er musste sich handwerkliche Fertigkeit und künstlerischen Sachverstand selbst aneignen. Seine gegenständlich gehaltenen Werke zeigen vorzugsweise Alltagssituationen, besonders in der freien Natur. Die Tochter des Malers, Irene Steinborn aus Sinzig, berichtete bei der Ausstellungseröffnung den Gästen, dass ihr Vater oft mitten im Spaziergang inne gehalten und ganz schnell eine Situation aufs Papier gebracht hatte. So entstand die umfangreiche Sammlung der Zeichnungen mit Stadtansichten, Landschaften und Details aus Fauna und Flora. Auch Portraits hat er als Zeichnungen angefertigt, darunter eines von seiner Tochter Irene – es zählte zu den Ausstellungsstücken.</p>								</div>
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											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Museumsleiterin Agnes Menacher (links) und Irene Steinborn vor dem Kinderportrait (Mitte) der Tochter von Franz Steinborn. </figcaption>
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									<p>Für einen Künstler eher ungewöhnlich, hat Steinborn sein Gesamtwerk exakt archiviert und bis 1944 auch mit Erinnerungen dokumentiert. Aus diesen Aufzeichnungen las Agens Menacher zur Einführung vor – etliche der sehr zahlreichen Besucher hatten Franz Steinborn noch als Lehrer erlebt. Viel Gesprächsstoff nach einer intensiv erlebten Ausstellungseröffnung – die Besucher hatten anschließend Gelegenheit, sich in das Museumscafé zu begeben, dass ein Helferkreis des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums an diesem Tag eingerichtet hatte.</p>								</div>
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									<p>Foto und Text: Matthias Röcke</p><p>© Heimatmuseum Schloss Sinzig &#8211; 2013</p>								</div>
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		<title>2013 &#8211; Rivalität in der „Bindestrich-Stadt“</title>
		<link>https://museum-sinzig.de/rivalitaet-in-der-bindestrich-stadt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Museum-Sinzig-Login]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Aug 2013 09:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Museum 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Verein 2013]]></category>
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					<description><![CDATA[Sinzig. Wie hat es eigentlich angefangen, das komplizierte Verhältnis zwischen den Stadtteilen Ahrweiler und Bad Neuenahr, das so belastet ist wie das zwischen Köln und Düsseldorf, Mainz und Wiesbaden und vielleicht auch Sinzig und Remagen? Der Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="8236" class="elementor elementor-8236" data-elementor-post-type="post">
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Rivalität in der „Bindestrich-Stadt“

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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Hans-Georg Klein sprach beim Denkmalverein Sinzig<br>über das Verhältnis zwischen Ahrweiler und Bad Neuenahr</h2>				</div>
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									<p><strong>Sinzig.</strong> Wie hat es eigentlich angefangen, das komplizierte Verhältnis zwischen den Stadtteilen Ahrweiler und Bad Neuenahr, das so belastet ist wie das zwischen Köln und Düsseldorf, Mainz und Wiesbaden und vielleicht auch Sinzig und Remagen? Der Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig wollte es genau wissen und hatte einen höchst kompetenten Vortragenden für sein „Turmgespräch im Schloss“ eingeladen: Hans-Georg Klein, früher Schulrektor in Ahrweiler und seit jeher befasst mit der Historie von Bad Neuenahr und Ahrweiler. Die Auflösung seines Vortragstitels „Von Lehmhöck onn Schinnebröde“ hatte er sich dabei bis zum Schluss aufgespart, zu Beginn hätten die zahlreich erschienene Zuhörer sie wohl auch gar nicht verstanden.</p>								</div>
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									<p>Klein stieg erst einmal in die Historie ein. Die lang gehegte und gepflegte Rivalität der beiden heutigen Teile innerhalb der „Bindestrich-Stadt“ nimmt ihren Anfang wohl in einem Streit im 14. Jahrhundert zwischen der Herrschaft auf der Burg Neuenahr und dem für Ahrweiler zuständigen Erzbistum Köln. Demnach war von der Burg Neuenahr eine Willkürherrschaft ausgegangen, die auch die kurkölnische Mithauptstadt Ahrweiler bedrängte. Es folgten ein kurzer Feldzug und die Zerstörung der Burg. Hatte nun Ahrweiler die Dörfer Beul, Hemmessen und Wadenheim &#8211; die Vorläufer des späteren Bad Neuenahr – von üblen Herren befreit oder hatten sie einfach nur deren schöne Burg zerstört? Es folgten Jahrhunderte des Streites und der Scharmützel, ausgetragen vor den Gerichten, mit Schlägereien und sogar kriegerischen Kurzeinsätzen. Immer wieder gaben Fragen der korrekten Grenzziehung Anlass zu solchen Aktionen. Und wenn dann auch noch eine Kuh in der Nähe der Grenzsteine graste, drohte der nächste Kleinkrieg…. Klein erläuterte dazu eine sehr seltene und wertvolle Karte von 1523 aus dem Archiv der Fürsten von Arenberg.</p>								</div>
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											<a href="https://museum-sinzig.de/wp-content/uploads/2024/09/denkmalvereinvorttraghgklein1.jpg" data-elementor-open-lightbox="yes" data-elementor-lightbox-title="Hans-Georg Klein berichtete über die komplizierte Geschichte der „Bindestrich-Stadt“ Bad Neuenahr-Ahrweiler." data-e-action-hash="#elementor-action%3Aaction%3Dlightbox%26settings%3DeyJpZCI6ODIzNywidXJsIjoiaHR0cHM6XC9cL211c2V1bS1zaW56aWcuZGVcL3dwLWNvbnRlbnRcL3VwbG9hZHNcLzIwMjRcLzA5XC9kZW5rbWFsdmVyZWludm9ydHRyYWdoZ2tsZWluMS5qcGcifQ%3D%3D">
							<img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="566" src="https://museum-sinzig.de/wp-content/uploads/2024/09/denkmalvereinvorttraghgklein1.jpg" class="attachment-large size-large wp-image-8237" alt="Rivalität in der „Bindestrich-Stadt“" srcset="https://museum-sinzig.de/wp-content/uploads/2024/09/denkmalvereinvorttraghgklein1.jpg 800w, https://museum-sinzig.de/wp-content/uploads/2024/09/denkmalvereinvorttraghgklein1-300x212.jpg 300w, https://museum-sinzig.de/wp-content/uploads/2024/09/denkmalvereinvorttraghgklein1-768x543.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" />								</a>
											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Hans-Georg Klein berichtete über die komplizierte Geschichte der „Bindestrich-Stadt“ Bad Neuenahr-Ahrweiler.</figcaption>
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									<p>Vor diesem Hintergrund ärgert es manche Ur-Ahrweiler noch bis heute, dass ausgerechnet ein Ahrweiler Bürger, Georg Kreuzberg, den drei ungeliebten Dörfer zum ungeahnten Aufstieg verhalf. Der clevere Geschäftsmann erwarb einen „Weinberg mit Quellenverdacht“ (Klein) und fand dort tatsächlich die Heilquelle des späteren Bad Neuenahr (gegründet 1875). Statt Rindviechern hatten die Neu-Neuenahrer nun Kurgäste, stellte man in Ahrweiler missmutig fest. Die Frontlinie verwischten ein wenig, denn bis dahin hatte der Streit auch davon gelebt, dass auf der einen Seite Bauern und auf der anderen Städter agierten. Im Stillen ging er aber weiter und entlud sich massiv bei der Namensfindung der per Gesetz verfügten Gebietsreform mit der neuen Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler 1969. In Ahrweiler missfiel manchen die Nennung ihres Stadtteils an zweiter Stelle. Und heute? Hans-Georg Klein ist zuversichtlich: Neuenahrer Gästeführer erläutern Ahrweiler und umgekehrt, Ahrweiler Junggesellen haben ihren Kollegen in Bad Neuenahr eine historische Fahne geschenkt – jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört, es ergänzt sich, was dem jeweils anderen fehlt.</p>								</div>
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									<p>Was war nun mit der Überschrift des Vortrags? Die Bezeichnungen stammen aus der Überlieferung eines ernsthaften Wettkampfs, wer es an einem Feuer am längsten aushielte. Die einen schützten sich mit einer Lehmschicht gegen die Hitze, die anderen mit Blechschiene. Die schlauen „Lehmhöck“ waren die Ahrweiler, die weniger schlauen „Schinnebröde“ die Neuenahrer. Oder war es umgekehrt? ? ?</p>								</div>
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									<p>Amüsant bei durchaus ernstem Hintergrund und in allen Punkten sehr detailreich war der Vortrag und gab Stoff für Fragen und Erkenntnissen aus dem Publikum, auch zum Verhältnis zwischen Sinzig und Remagen. Vorsitzender Karl-Friedrich Amendt dankte Hans-Georg Klein für diesen sehr anregenden Abend und wies auf das nächste Turmgespräch hin, am 23. Mai geht es um Zahlensymbolik („Warum hat der Sinziger Kirchturm acht Ecken?“).</p>								</div>
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									<p>Foto und Text: Museum </p><p>© Heimatmuseum Schloss Sinzig &#8211; 2013</p>								</div>
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		<title>2013 &#8211; Drei Hemmnisse für Wein aus Bad Bodendorf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Museum-Sinzig-Login]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jul 2013 09:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Museum 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Verein 2013]]></category>
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					<description><![CDATA[Sinzig. Kann es wieder Wein aus Bad Bodendorf geben? Diese Frage interessierte einen großen Zuhörerkreis beim Turmgespräch des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig. Als Redner dazu und zu anderen Themen rund um den Ahrwein hatte der Verein Alexander Kohnen , Leiter des International Win]]></description>
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Drei Hemmnisse für Wein<br>aus Bad Bodendorf</h1>				</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Alexander Kohnen sprach beim Turmgespräch des Denkmalsvereins Sinzig</h2>				</div>
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									<p><strong>Sinzig.</strong> Kann es wieder Wein aus Bad Bodendorf geben? Diese Frage interessierte einen großen Zuhörerkreis beim Turmgespräch des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig. Als Redner dazu und zu anderen Themen rund um den Ahrwein hatte der Verein Alexander Kohnen , Leiter des International Wine Institutes in Bad Neuenahr-Ahrweiler – ein Seminarhaus zu Weinbauthemen &#8211; eingeladen. Die mit Spannung erwartete Antwort hat drei Teile und stimmte die Befürworter eines erneuten Weinanbaus in dem Sinziger Stadtteil nicht optimistisch: Die fragliche Fläche links der Ahr ist heute teilweise von einem unantastbaren Biotop belegt, die Eigentümerstruktur ist sehr kleinteilig – die Flächen sind also schwer zu vereinen &#8211; und von der EU erlaubte, neue Rebflächen gibt es zwar im Ahrtal generell, es stehen aber derzeit keine zur Verfügung. Was immer geht, sind 99 Stöcke pro Privatperson.</p>								</div>
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									<p>Im dicht gefüllten Kultursaal des Schlosses entbrannte schnell eine Diskussion über Chancen und Hindernisse des Planes, das „Tor zum Ahrtal“ mit Weinbau aufzuwerten. Gute Qualität wäre durchaus zu erwarten, wie Alexander Kohnen erläuterte. Der Boden besteht aus Lehm und Löss, dazu kommt speziell in Bad Bodendorf noch ein Quarzvorkommen. Ein nährreicher Lehm/Löss-Boden, wie er auch die Ahr hinauf bis nach Dernau zu finden ist, hat viel zu bieten. Oberhalb von Dernau herrscht das für den Wein ebenfalls günstige Schiefergestein vor.</p>								</div>
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											<a href="https://museum-sinzig.de/wp-content/uploads/2024/09/denkmalvereinweinbaubodendorf.jpg" data-elementor-open-lightbox="yes" data-elementor-lightbox-title="Nach dem informativen und geselligen Weinvortrag: Vorsitzender Karl-Friedrich Amendt, Referent Alexander Kohnen und der frühere Vorsitzende Dr. Günther Schell, der den Kontakt vermittelt hatte (von links)." data-e-action-hash="#elementor-action%3Aaction%3Dlightbox%26settings%3DeyJpZCI6ODI0NywidXJsIjoiaHR0cHM6XC9cL211c2V1bS1zaW56aWcuZGVcL3dwLWNvbnRlbnRcL3VwbG9hZHNcLzIwMjRcLzA5XC9kZW5rbWFsdmVyZWlud2VpbmJhdWJvZGVuZG9yZi5qcGcifQ%3D%3D">
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											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Nach dem informativen und geselligen Weinvortrag: Vorsitzender Karl-Friedrich Amendt, Referent Alexander Kohnen und der frühere Vorsitzende Dr. Günther Schell, der den Kontakt vermittelt hatte (von links).</figcaption>
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									<p>Die letzte Weinlese hat es in Bad Bodendorf, wie einige Zuhörer genau wussten, 1968 gegeben. Der Bruch ist um die Zeit um 1881 datiert, als sich beim Versuch, neue Rebsorten heimisch zu machen, die Reblaus verbreitete. Zu ihrer Bekämpfung mussten alle Rebstöcke ausgehauen werden, Neuanpflanzungen fielen rund um Bad Bodendorf karg aus, nach und nach verkarsteten hier die Rebflächen. Weinterrassen sind in Jahreszeiten mit geringem Bewuchs heute noch erkennbar. .</p>								</div>
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									<p>Es war ein ungewöhnliches Turmgespräch im Sinziger Schloss. Kohnen erläuterte nicht nur den Weinbau von der weltweiten Sicht bis ins Ahrtal, er hatte auch Wein mitgebracht und ließ zum Probieren Flaschen durch die Reihen gehen, um dann nach der Vorstellung der vier grundverschiedenen Ahrweine mit seiner Zuhörerschaft kurz das Glas zu erheben. Dabei erklärte Kohnen, warum Wein überhaupt schmeckt oder gegebenenfalls nicht. Sehen, Schwenken, Schmecken und spontane Zuneigung oder Abneigung beeinflusst das Weinvergnügen. In Deutschland gibt es auf 102.000 Hektar Wein, das Ahrtal hat davon 558 Hektar – als einziges Anbaugebiet leicht zunehmend. Zum Vergleich: Allein Bordeaux-Wein wächst auf einer Fläche, die der aller deutschen Weinanbaugebiete entspricht.</p>								</div>
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									<p>Worte des Dankes sprach Vorsitzender Karl-Friedrich Amendt für diesen eindrücklichen Vortrag. Als Anerkennung gab es diesmal nicht wie üblich zwei Flaschen Wein, sondern ein Buchpräsent mit Bezug zum Weinbau.</p>								</div>
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									<p>Foto und Text: Matthias Röcke</p><p>© Heimatmuseum Schloss Sinzig &#8211; 2013</p>								</div>
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		<title>2013 &#8211; Geschichte aus der Vogelperspektive</title>
		<link>https://museum-sinzig.de/geschichte-aus-der-vogelperspektive/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Museum-Sinzig-Login]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2013 11:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Museum 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Verein 2013]]></category>
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					<description><![CDATA[Sinzig. Auf eine spannende Rundreise voller Überraschungen nahm Andreas Schmickler beim ersten „Turmgespräch im Schloss“ 2013 des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums seine Zuhörer mit: Der in der Erforschung der Regionalgeschichte sehr engagierte Grafik-Designer aus Kirchdaun präsentierte selbst „erflogene“ Erkenntnisse aus der Luftbildarchäologie.
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					<h1 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Geschichte aus der Vogelperspektive</h1>				</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Andreas Schmickler sprach beim Denkmalverein über Luftbildarchäologie

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									<p><strong>Sinzig.</strong> Auf eine spannende Rundreise voller Überraschungen nahm Andreas Schmickler beim ersten „Turmgespräch im Schloss“ 2013 des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums seine Zuhörer mit: Der in der Erforschung der Regionalgeschichte sehr engagierte Grafik-Designer aus Kirchdaun präsentierte selbst „erflogene“ Erkenntnisse aus der Luftbildarchäologie.</p><p>Und da gibt es viel zu sehen, was dem Betrachter am Boden verborgen bleibt. Längst verschüttete Hohlwege im Zusammenhang mit der historischen Aachen-Frankfurter Heerstraße, Gräberfelder mit Hügelgräbern, römische Villen, Römerstraßen und fränkische Gräberfelder, die Konturen eines Ringwalls oder zahllose Pfostenlöcher, die bis heute Bebauung aus der Steinzeit markieren. Außerdem moderne Zutaten ganz verschiedener Art, nämlich Bombentrichter und Versorgungsleitungen ebenso wie ein Labyrinth auf dem Acker oder ein liebevoll mit Heu gestaltetes Herzchen.</p>								</div>
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									<p>Wer sich zur rechten Zeit ins Flugzeug begibt – Schmickler sitzt dabei neben dem Piloten im Motorsegler des Luftsportvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler &#8211; kann viel erleben. Er kann aber auch leer ausgehen, wie der Referent eindrucksvoll schilderte. Nur bei bestimmtem Sonnenstand – im Winter in den zwei Stunden vor Sonnenuntergang, im Sommer bei gerade noch nicht abgeernteten Getreidefeldern oder im Winter bei ganz wenig Schnee und Sonnenschein &#8211; lassen sich Rückschlüsse auf sonst nicht sichtbare Bodendenkmäler ziehen, und das nur, wenn alles stimmt. Stolz zeigte Schmickler ein Bild mit den Umrissen eines 5000 Jahre alten Ringwalls, das sich ihm, obwohl er immer dort herfliegt, in elf Jahren nur ein einziges Mal so gezeigt hat!</p>								</div>
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											<a href="https://museum-sinzig.de/wp-content/uploads/2024/09/denkmalvereinluftbildarchaeologie_1.jpg" data-elementor-open-lightbox="yes" data-elementor-lightbox-title="Freuten sich über die Resonanz auf den hochinteressanten Vortrag zur Luftbildarchäologie: Referent Andreas Schmickler (links) und Vorsitzender Dr. Günther Schell." data-e-action-hash="#elementor-action%3Aaction%3Dlightbox%26settings%3DeyJpZCI6ODI5MCwidXJsIjoiaHR0cHM6XC9cL211c2V1bS1zaW56aWcuZGVcL3dwLWNvbnRlbnRcL3VwbG9hZHNcLzIwMjRcLzA5XC9kZW5rbWFsdmVyZWlubHVmdGJpbGRhcmNoYWVvbG9naWVfMS5qcGcifQ%3D%3D">
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											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Freuten sich über die Resonanz auf den hochinteressanten Vortrag zur Luftbildarchäologie: Referent Andreas Schmickler (links) und Vorsitzender Dr. Günther Schell.</figcaption>
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									<p>Wegweiser durch den Vortrag bildete die historische Aachen-Frankfurter-Heerstraße, um die sich der Verein unter anderem auch durch die Förderung der Hinweisschilder in Sinzig bemüht hat. Luftbildaufnahmen zeigen deutlich, dass die Straße selbst und zahlreiche auf sie zuführende Hohlwege sich in Schlängellinien hinzogen außer an den Stellen, wo vorhandene römische Trassen genutzt wurden. Zu sehen sind die alten Wege überhaupt nur, weil die Verfüllung der Hohlwege sich vom übrigen Erdreich unterscheidet. Die Erde ist feuchter, deshalb dunkler und trägt einen intensiveren Bewuchs. Dasselbe gilt für Gräben, und auch verdeckte Mauerreste führen zu Veränderungen an der Oberfläche. In anderen Fällen sorgt der feuchtere Boden für besseren Wuchs beim Getreide, die höher ragende Frucht wirft dann Schatten, die wiederum Rückschlüsse zulassen. Getreide ist überhaupt die Lieblingsfrucht des Luftbildarchäologen, weniger mitteilsam sind Rübenfelder, ein glatter Ausfall Rapsfelder. Sie sind zu „grobkörnig“ und geben keine Informationen weiter.</p>								</div>
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									<p>Der Flug ging über die Grafschaft in Richtung Rheinbach, unter anderem auch an der römischen Villa in Bengen vorbei. Wie ein exakt gezeichneter Grundriss zeigt sich die Villa auf dem Foto. Es lassen sich mühelos und die genauen Dimensionen des Denkmals im Erdreich nachvollziehen. Faszinierend auch die sieben Kreise in der Nähe der Aachen-Frankfurter Heerstraße in Nordrhein-Westfalen, deren Herkunft noch nicht geklärt ist. Ihre Dimensionen passen nicht zu den üblichen Hügelgräbern, hier wartet noch viel Arbeit auf die Wissenschaft. Am Laacher See lassen sich Erosionslinien von Wasserläufen in Folge des Vulkanausbruchs belegen, am „Grundriss“ der römischen Villa in Thür zwei verschiedene Nutzungsphasen. Im Raum Mayen übrigens ermöglicht der Bimsboden viel mehr Erkenntnisse als der Lössboden nördlich des Ahrtals. Ablesen lässt sich außerdem, wie vehement an vielen Stellen die Kulturschicht durch moderne Leitungen und Verfüllungen zerstört ist. Umso wichtiger der Einsatz, wie ihn Schmickler im Ehrenamt zeigt – nur was sichtbar ist, ist auch dokumentiert.</p><p>Das würdigte unter großem Beifall der sehr interessierten Zuhörerschaft Vorsitzender Dr. Günther Schell, als ehemaliger Militärgeograph selbst vom Fach. Sein Schlusswort: Nur wenn die Erkenntnisse aus der Luftbildarchäologie im zweiten Schritt auch in eine Grabung münden, habe dieser Zweig der Wissenschaft seine Aufgabe vollständig erfüllt.</p>								</div>
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									<p>Text und Bild: Matthias Röcke</p><p>© Heimatmuseum Schloss Sinzig &#8211; 2013</p>								</div>
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